Montag, 4. Mai 2009

Auf Wiedersehen!

Liebe Leser,

leider ist dieser der letzte Blogeintrag, der ich in allernächster Zukunft schreiben werde. Das Schuljahr ist fast zu Ende, und auch deswegen mein deutscher Kurs. Ich habe viel in diesem Kurs über die deutsche Sprache, Geschichte, und Kultur gelernt, und auch mit diesem Blog viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass Sie beim Lesen auch Spass gemacht haben, und etwas neu über Deutschland oder meine Erfahrungen mit der Sprache gelernt haben.

Ich bleibe im Sommer in Baltimore, und mache einen Kurs. Ich arbeite auch nachmittags in einem Labor. Der Sommer wird deswegen anstrengend, hoffentlich aber auch lohnend. Im August fliege ich wahrscheinlich wieder nach Stuttgart, um meine Familie zu besuchen und ein Paar Woche in Stuttgart (die Stadt, die schöner als Berlin ist) zu entspannen. Wenn ich das mache, werde ich hier noch einmal schreiben und ein Paar Bilder heraufladen.

Nächstes Semester hoffe ich auch, den Stammtisch bei JHU zu besuchen, um meine Sprachkenntnisse zu behalten. Ich bewerbe mich auch im Herbst für ein Stipendium, mit dem ich nächsten Sommer in Deutschland Forschung betreiben kann. Wenn ich das Stipendium bekomme, werde ich auch hier noch einmal schreiben.

Also, ich danke Ihnen noch einmal für Ihr Interesse, und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Auf Wiedersehen!

- Der Stuttgart Reporter 

Freitag, 10. April 2009

Wenn ich nicht in Baltimore an JHU sein müsste...

Wenn ich nicht in Baltimore an JHU sein müsste, würde ich gern nach München fliegen. Ich war als Jugendliche zweimal in dieser Stadt, deswegen  kenne ich mich dort gut aus. Ich würde mein Gedächtnis des Bahnsystems zuerst auffrischen, denn es ist das beste Transportmittel dieser Stadt. Danach würde ich ein Hotel suchen, das in der Nähe des Marienplatzes ist. Wenn ich nicht viel Geld hätte, würde ich im Meininger City Hostel übernachten.

Am ersten Tag würde ich meinen Freund an der Technischen Universität München besuchen. Wir könnten zusammen frühstücken, und den ganzen Tag in der Stadt verbringen. In München gibt es so viel zu tun – es gibt eine große Auswahl von Cafes, Kaufhäusern, und Sehenswürdigkeiten wie das Glockenspiel und das Hofbrauhaus. Wenn wir in der richtigen Stimmung wären, würden wir das Dachau KZ besuchen. Ich ginge gern auch zum Olympiastadion – in diesem Stadion gab es 1972 leider ein Massaker von israelischen Athleten.

Wenn es schon Oktober wäre, könnten wir zum Oktoberfest gehen. Ich äße gern einen „halben Gockel“ und tränke auch ein Maß Bier. Wenn es schon Dezember wäre, könnten wir auch zum Weihnachtsfest gehen. Dort würden wir Schlittschuh laufen, Glühwein trinken, und die Feiertage froh verbringen.

Nach ein Paar Tagen in der Innenstadt würde ich sie verlassen, und Bayern erforschen. Vielleicht sähe ich ein Fußballspiel – FC Bayern gegen VfB Stuttgart – in der Allianz Arena. Ich würde auch ein Paar Tage im Schwarzwald verbringen, wahrscheinlich am Titisee. Wenn meine Familie nicht zu beschäftigt wäre, würde ich sie mitbringen. Wir könnten in einer Hütte übernachten, und tagsüber uns draußen entspannen.

Obwohl München schön wäre, würde ich in anderen Jahreszeiten verschiedene Orte besuchen, wenn ich nicht in Baltimore sein müsste. Wenn ich letzten September die Schule hätte verlassen dürfen, wäre ich in die Canstatter Wasen in Stuttgart gegangen. Die meisten meiner Freunde, die in Europa studieren, sind wieder nach Stuttgart geflogen, um dieses Fest zu besuchen. Es ist wie Oktoberfest, ist aber kleiner und ohne Touristen.

So schön wäre es, meine Verantwortlichkeiten zu verlassen und nach Deutschland zu reisen. 

Quelle:
Wikipedia: München

Dienstag, 3. März 2009

Die Fantastischen Vier

Wenn Sie mich über die deutsche Musikszene fragen, denke ich sofort an eine international bekannte Hip-Hop-Gruppe, die aus Stuttgart kommt: die Fantastischen Vier. Diese Gruppe, auch als „Fanta4“ bekannt, wurde 1989 gegründet. Die vier Mitglieder heißen Michael Schmidt alias „Schmudo,” Andreas Rieke alias „And Ypsilon,“ Thomas Dürr alias „Hausmeister Thomas D“ und Michael Beck alias „Dee Jot Hausmarke.“

Die Fantastischen Vier waren eine der ersten deutschen Rapgruppen. Obwohl Gruppen wie „Advanced Chemistry“ ein Paar Jahre früher in die internationale Musikszene eingetreten sind, hatten die Fanta4 1992 mit dem Lied „Die Da?!“ den ersten Charterfolg. Dieses Lied war nicht nur Megahit, sondern auch das erste deutsche Raplied, das ganz auf deutsch gesungen war.

Die Fanta4 wurden durch die Neunziger noch populärer. 1993 bekam die Gruppe ihre eigene Fernsehsendung, „Die 4. Dimension.“ 1996 haben sie ihr eigenes Label gegründet. Ihr Hauptbüro war ursprünglich in Stuttgart, ist aber später nach Berlin umgezogen. Während der nächsten Paar Jahre haben sie viele neue Alben ausgegeben, und viele weltweite Touren gemacht.

Die Fanta4 sind eine einzigartige Rapgruppe. Sie sind kurz nach der Gründung nach Los Angeles gereist, und haben da gemerkt, dass sie fast nichts mit den amerikanischen Rappgruppen gemein hatten. Sie sind mittelständisch aufgewachsen, deswegen identifizieren sie sich nicht mit dem amerikanischen Hip-Hop-Kultur.

Wenn man die Musik der Fanta4 anhört, merkt man sofort, dass sie ganz anders als amerikanischen „Gangsta Rap“ ist. Die meisten ihren Lieder, besonders ihre frühen Lieder, handeln nicht von gesellschaftlichen Problemen wie Rassismus, Armut, Drogen und Gewalt, sondern von belanglosen Szenarien. Ihre neuen Lieder sind aber fast philosophisch – eine meiner Lieblingslieder der Gruppe, „Einfach sein,“ handelt von der Gier der materialistischen Gesellschaft.

Die Fantastischen Vier sind eine von wenigen Rapgruppen, die ich mag. Vielleicht ist das eine sozioökonomische Folge, oder vielleicht – wie viele Kritiker sagen – sind die Fanta4 nicht wirklich eine Hip-Hop-Gruppe. Auf jeden Fall waren sie einen großen Teil meiner Jugendzeit in einer deutschen Stadt, die Hip-Hop und Tanzmusik liebt.



Quellen:

Wikipedia: Die Fantastischen Vier

Mittwoch, 11. Februar 2009

Jahresrückblick - Deutschland 2008

Mit Ausnahme von England sind die Europäer für ihre Beteiligung in neuen Kriegen in Nahost nicht bekannt. Jedoch ist Deutschland die drittgrößte Truppensteller der „International Security Assistance Force“ in Afghanistan. Als größte langfristige Verpflichtung der deutschen Außenpolitik sprechen die Deutschen relativ wenig darüber. In diesem Artikel bringe ich das Thema eindeutig vor – warum kämpft die Bundeswehr in Afghanistan? Wieso werden sie die Herausforderungen angehen? Welche Folgen hat diese Beteiligung für Deutschland, bzw. ihre Außenpolitik und die Zukunft der Bundeswehr?

Der Bundeswehr-Webseite nach gibt es für Deutschland drei Ziele, die sie in Afghanistan schaffen wollen: 

1.  Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung,

2.  Gewährleistung der regionalen Stabilität und Sicherheit,

3. Verteidigung deutschen Sicherheitsinteresses, durch Beitrag zur Eindämmung des weltweiten Terrorismus.[1]

Deutschland ist der gleichen Meinung der anderen NATO-Länder, dass potentielle Terroristen unter der Taliban eine Ausbildung bekommen haben, die Anschläge unterstützte. Die Taliban ist 2001 gestürzt worden, die Deutschen haben aber Angst, dass noch ein extremes Regime an die Macht kommen könnte. Um diese Möglichkeit zu vermeiden, versucht die Bundeswehr „ausreichend effektive Sicherheits- und Justizorgane [zu] verfügen“ und die "afghanischen Armee und Polizei [auszubilden].“[1]

Es gab anfangs 2008 rund 3.500 deutsche Soldaten in Afghanistan. Die Bundeswehr hat aber früh im Jahr eine neue Strategie entwickelt, durch die noch 1.000 Soldaten eingesetzt und mehr Geld zum Wiederaufbau gegeben wurden. Sie gründen jetzt auch als Teil der Strategie zwei neue „Ausbilder- und Mentorenteams,“ die die Ausbildung der Armee führen.[1] Dieses Jahr gibt es in Afghanistan Wahlen, deswegen sind diese Soldaten sehr benötigt.

2008 war die Bundeswehr zweimal für ihre Beteiligung in Afghanistan kritisiert. Die erste Kritik handelt sich um den Einsatzort der deutschen Soldaten. Es ist gut bekannt, dass es in Süd-Afghanistan viel gefährlicher als im Norden ist. Feige fanden die Kritiker, dass die Bundeswehr nur in Nord-Afghanistan kämpft.

Auch wurde der Alkoholkonsum der Bundeswehr kritisiert. Die Medien fanden heraus, dass die 3.500 deutschen Soldaten in Afghanistan eine Million Liter Bier in einem Jahr getrunken haben. Die internationale Gesellschaft verstand nicht, wie die Bundeswehr was Produktives machen könnte!

Die Kritik beiseite finde ich die deutsche Beteiligung in Afghanistan sehr verantwortungsvoll. Nach den Weltkriegen hatte die Welt kein Vertrauen mehr auf die Bundeswehr. Sie hat jetzt jedoch einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. In der Zukunft wird die Bundeswehr sich hoffentlich noch mehr nach NATO ausrichten, und für weitere gute Sachen kämpfen.

Quellen:

[1] Eine Broschüre von der Bundeswehr-Webseite

Artikel: Unsere Bundeswehr in Afghanistan

Artikel: Eine Million Liter Bier für deutsche Soldaten in Afghanistan

Freitag, 30. Januar 2009

Das Wort des Jahres 2008

Ich bin politisch engagiert – ich studiere internationale Beziehungen, und schaue fast jeden Tag die Nachrichten. Deswegen war ich ganz überrascht, dass ich das siebte „Wort des Jahres“ niemals gesehen habe. Das unbekannte Wort? Nacktscanner.

Ich habe drei Artikel über die sogenannten Nacktscanner gelesen. Durch einen Nacktscanner können Fluggäste ohne Kleidung gesehen werden, und „alle am Körper befestigten Gegenstände – etwa versteckte Waffen – werden so sichtbar.“[1]

Oktober 2008 sagte die EU-Kommission auf Flughäfen, dass Nacktscanner „eine effektive, aber freiwillige Ergänzung der bestehenden Kontrollen und eine Zeitersparnis für die Passagiere“ sind. [1] Im gleichen Monat kamen die Nacktscanner auf Flughäfen in Amsterdam, Zürich und London zum Einsatz.

Ein Paar Tage später kam noch ein Artikel mit dem Titel „ Keine Nackt-Scanner in Deutschland.“ Der deutsche Widerstand gegen die Nacktscanner war unglaublich stark! „Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, [sprach] von einem Verstoß gegen die Menschenwürde.“ [2] Politiker und Polizeigewerkschafter waren auch Gegner.

Das Ergebnis? „'Da kann ich Ihnen mit aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen,' sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin.“ [2]

Ich hätte mich nie diese Reaktion von den Deutschen vorgestellt. Wieso kann es sein, in einem Land, in dem die Nacktheit salonfähig ist, dass ein Nacktscanner eine Drohung ist?

Vielleicht ist die Frage der Nacktscanner mehr als eine Frage der Nacktheit. Vielleicht haben die Deutschen im Oktober für ihre gesetzmäßige Rechte gekämpft. Im letzten Artikel, den ich gelesen habe, sprach ein Kolumnist über seine Angst vor der Regierungsförderung der Forschung an Nacktscanner.

Dem Kolumnist nach werden die Nacktscanner bald in den deutschen Flughäfen sein. „Vorbei an der demokratischen Öffentlichkeit entwickelt und erprobt der Staat eine Technologie, die ethisch extrem umstritten ist,“ sagt er. [3] Am Ende des Artikels sagt er auch: „Die Bundespolizei prüft erste Körperscanner seit diesem Monat im Praxistest. Wenn die Zeit gekommen ist, werden sie eingesetzt. Niemand wird es verhindern können.“ [3]

Interessant ist es, dass ich in Amerika nie über einen Nacktscanner gehört habe. Haben wir keine Angst, unsere gesetzmäßige Rechte aufzugeben? Oder hat die amerikanische Regierung gelernt, unser Vertrauen an Wissenschaft und die Polizei zu missbrauchen?

Vielleicht können wir hier etwas von den Deutschen lernen.

[1] http://www.zeit.de/online/2008/44/nacktscanner

[2] http://www.zeit.de/online/2008/44/nacktscanner-protest

[3] http://www.zeit.de/online/2008/50/nacktscanner-kommentar

Wilkommen in meinem Blog!

Guten Tag! Mein Name ist Chris Capuano, ich bin Student an der Johns Hopkins Universität in Baltimore, Maryland. Ich komme ursprünglich aus Michigan, habe aber 3 Jahre in Stuttgart, Deutschland gelebt. Deutschland gefällt mir so sehr, dass ich die deutsche Sprache weiterlernen möchte. Dieses Semester mache ich einen Deutschkurs, in dem wir jede Woche einen Blogeintrag schreiben müssen.

Falls Sie sich wundern, der Titel dieses Blogs gehört zu einem bekannten Fangesang der Füßballmannschaft VfB Stuttgart. Stuttgart ist meine Lieblingsstadt, und ist ohne Zweifel schöner als Berlin.